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Psychische Gesundheit im Alltag
13. Januar 2021

Trauer, Wut & Angst zu Coronazeiten – ist das gerechtfertigt?

Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2025

GASTBEITRAG der Studierenden der Hochschule für angewandtes Management

Das Umfeld beeinflusst uns, unsere Gefühle und unsere Wahrnehmung der gesamten Pandemie. Was genau fühlen wir und warum? Wie schaffen wir es, diese Negativität nicht auf unser Umfeld zu übertragen? Aber vor allem: Wie verarbeiten wir diese Gefühle, ohne sie zu verdrängen?

Fühlen Sie sich verängstigt, allein und hilflos während des Lockdowns? Das ist ganz normal. Es ist in Ordnung, jetzt reizbar, traurig, ängstlich, einsam oder auch wütend zu sein.

Versuchen Sie sich zunächst Ihrer genauen Gefühlslage bewusst zu werden: Was empfinden Sie? Vielleicht konnten Sie einige der folgenden Veränderungen in den letzten Monaten an sich selbst beobachten:

  • Kontrollverlust
  • Angst vor der Ungewissheit
  • Einsamkeit
  • Trauer
  • Wut
  • …

Wenn Sie sich jetzt fragen was Sie gegen diese Gefühle unternehmen können, hier ein paar Vorschläge, die Sie ausprobieren können.

Wenn Sie mit chaotischen Gedanken kämpfen, sollten Sie raus an die frische Luft. Fühlen Sie sich einsam? Gehen Sie mit einem Freund, aus Ihrem klein ausgewählten Kreis, spazieren. Dadurch kommen Sie auf andere Gedanken, können sich über Ihre Situationen austauschen und Ihre Seele entlasten. Versuchen Sie sich gegenseitig aufzubauen und auf das Positive zu konzentrieren. Wenn Sie Menschen aus Ihrem Umfeld um Rat bitten, statt Google zu befragen, helfen Sie damit sich und anderen.

Und halten Sie inne. Jetzt. Konzentrieren Sie sich nun für mind. eine Minute auf die Dinge, für die Sie dankbar sind! Ein Lächeln, Ihr Haustier, das Wetter, die blühende Zimmerpflanze…

Beschäftigen Sie sich mit dem, wofür Sie dankbar sind und nicht mit dem, was Sie vermissen.

Spüren Sie die starke Beeinflussung der Medien? Wenn ja, sollten Sie ihren Medienkonsum reduzieren. Schließlich vermischen sich geprüfte, sowie ungeprüfte Fakten in dieser Informationsflut über Corona. Glauben Sie nicht alles, was Sie hören.

Kämpfen Sie gegen Ihren Kontrollverlust an, indem Sie die Lücken füllen, die durch den Lockdown in Ihrem Leben entstanden sind. Beginnen Sie damit Ihren Alltag neu zu strukturieren, ganz gleich mit welchen „Nichtigkeiten“, wie den Hund ausführen, Essen kochen, Kaffee trinken, Sport treiben. Doch bleiben Sie sich selbst treu und lassen Sie sich nicht unter Druck setzten. Nicht alles was anderen Spaß macht, stimmt auch Sie glücklich.

Das gleiche können Sie mit Ihren Träumen und Wünschen machen. Natürlich ist im Rahmen von Corona vieles nicht mehr umsetzbar. Also strukturieren Sie Ihre Ziele um. Denken Sie lösungsorientiert: Was ist aktuell erreichbar auf meinem Weg? Welche noch so kleinen Schritte kann ich gehen?

Je besser Sie Ihre Gefühle verstehen, desto besser können Sie mit Ihrem Umfeld interagieren. Geben Sie acht auf ihre Liebsten, aber vergessen Sie sich selbst nicht. Denken Sie dran zu Ihren Gefühlen zu stehen und ehrlich zu sich selbst zu sein.

 

Autoren:
Sophie Anna Maria Böhm, Anneliese-Joy Koch, Claudia Matuszewski, Linnea Johanna Müller, Julia Tjarks
(Studierende der FHAM)


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