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Psychische Gesundheit im Alltag
14. Juni 2024

Intrusive Gedanken…Was ist das eigentlich?

Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2025

In der Psychologie beschreiben intrusive Gedanken, auch Intrusionen genannt, unerwünschte oder störende Gedanken, sich aufdrängende Bilder oder Erinnerungen, die plötzlich, unwillkürlich und unerwartet ins Bewusstsein dringen. Meist gehen intrusive Gedanken mit tabuisierten oder angstauslösenden Themen einher, wie Aggressivität, Gewalt, Verlust, Gefahr oder der Angst vor Krankheiten.

Das Auftauchen von Intrusionen ist in einem gewissen Maße völlig normal. Sich bspw. vorzustellen, das Lenkrad bei der Autofahrt zu verreißen, weil man einen Baum wahrnimmt, heißt nicht, dass man diesem Gedanken wirklich nachkommen und ihn umsetzen möchte. Unser Gehirn produziert solche Gedanken; sie kommen und verschwinden wieder. In der Regel sind wir uns der Sinnlosigkeit dieser Gedanken bewusst und schaffen es, uns von ihnen zu distanzieren.

Aber warum produziert unser Gehirn derart unangenehme Bilder? Forscher:innen nehmen an, dass die Fähigkeit, sich gefährliche oder angstauslösende Situationen vorzustellen, dazu dient, mögliche Lösungsstrategien zu entwickeln und uns so besser zu schützen.

Eine psychische Störung kann sich entwickeln, wenn die intrusiven Gedanken Leidensdruck und Einschränkungen in der Lebensqualität bedeuten.

Anhaltende intrusive Gedanken können das Ergebnis traumatischer Erfahrungen sein und stellen ein Leitsymptom der posttraumatischen Belastungsstörung dar. Intrusionen zeigen sich hier in Form von Flashbacks oder Nachhallerinnerungen (Wiedererleben von bereits erlebten Gefühlszuständen und Situationen) – die Betroffenen fühlen sich durch bestimmte Trigger in die vergangene Situation zurück katapultiert.

Auch Zwangsgedanken (z.B. „Wenn ich nicht mindestens 3x durch die Tür gehe, dann passiert etwas Schlimmes.“) gehören zum Kreis der extremen intrusiven Gedanken. Daneben können intrusive Gedanken auch bei anderen Angststörungen und Depressionen vorkommen.

Anhaltende, wiederkehrende Intrusionen können uns also negativ beeinflussen, unsere Konzentration und unseren Selbstwert verringern, Schlafstörungen zur Folge haben und ggf. posttraumatische Belastungen verstärken, wenn sie nicht behandelt werden.

Dann ist es wichtig, professionelle Hilfe, in Form einer psychotherapeutischen und/oder medikamentösen Behandlung, in Anspruch zu nehmen, gesunde Bewältigungsstrategien zu entwickeln und Entlastung zu erfahren.


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